Lasermedizin

Säuglingsblutschwämme (Angiome)

Am Anfang war ein roter Fleck ...

Säuglingsblutschwämme (Angiome) können in den ersten Lebensmonaten jegliches Größenwachstum bzgl. Durchmesser und Knotenbildung zeigen. Nach dieser mehrmonatigen Wachs-tumsphase kommt es dann zu einer Ruhephase, die über einige Jahre eine gewisse Rück-bildung mit Abblassung und Schrumpfung nach sich zieht.

Durch die Masse von wuchernden Blutgefäßen in einem Blutschwamm kommt es durch die Behandlung mit dem gepulsten Farbstofflaser nur zu einem Verschluss einzelner Gefäße, wichtiger hierbei ist aber eine biologische Wirkung, die durch Botenstoffe zu einem lokalen Wachstumsstillstand des Angioms führen soll.

Bei wachsenden Blutschwämmen kleiner bis mittlerer Größe sind i. d. R. 2 – 3 Behandlungen ausreichend, um einen Wachstumsstillstand zu erzielen. Die häufigere Behandlung nicht mehr wachsender Blutschwämme sehen wir kritisch, weil keine Effekte mehr zu erzielen sind. Nach Wachstumsstillstand kann mehrere Jahre zugewartet werden, bei dicken Knoten kann vor der Einschulung die operative Verkleinerung erwogen werden.

Gewissermaßen einen Notfall stellen rasant wachsende Blutschwämme dar, die sich über wenige Wochen zu dicken Knoten entwickeln können und bei besonderen Lokalisationen wichtige Strukturen bedrängen (z. B. Auge, Atmung), hier müssen sehr frühzeitig die Weichen Richtung operativer Behandlung an speziellen Zentren gestellt werden.

Die Behandlung kleiner bis mittlerer Befunde dauert einige Sekunden, die Impulse werden als leicht brennend und klatschend auf der Haut empfunden, eine lokale Betäubung ist i. d. R. nicht erforderlich, bisweilen benützen wir eine Creme-Betäubung.
Die Kontrolle bzw. erneute Behandlung erfolgt nach 2 – 3 Wochen.

Zur Technik, zum Wirkprinzip und zu Besonderheiten der Behandlung siehe Äderchen/Couperose
 

Veröffentlichungen von Dr. med. Uwe Wlotzke zum Thema Lasermedizin/ästhetische Verfahren.