Schwitzbehandlung

Lokalisiertes übermäßiges Schwitzen (Hyperhidrose), besonders der Achselhöhlen, stellt für viele Menschen ein starkes psychosoziales und berufliches Problem dar.
Im Gegensatz zu der generalisierten Hyperhidrose lässt sich meistens keine zugrundeliegende Störung erfassen (z.B. Schilddrüsen-Stoffwechselstörung), manchmal besteht eine familiäre Disposition.

 
Therapie:
Die Betroffenen befinden sich meistens auf einer Stufenleiter zu der individuell geeignetsten Therapieform:

a) Benutzung von aluminiumchloridhaltigen Gelen -
     Leider meistens mit mangelnder Wirksamkeit

b) Anwendung der Leitungswasser-Iontophorese-Behandlung -
     Ein relativ zeitaufwendiges Verfahren, das langfristig zu Hause umgesetzt werden muss.

c) Innerliche Behandlung mit sog. Anticholinergika -
     Häufig mit störenden psychischen und physischen Begleiterscheinungen.

d) Operative Maßnahmen -
     Großflächige Hautentfernung in den Achselhöhlen –
     meist mit unschönem kosmetischen Resultat
     Axilläre Schweißdrüsen-Absaugung -
     Elegante Methode, allerdings nicht so effektiv wie die Axilläre Schweißdrüsen-Kürettage -
     mit bestimmten Operations-bedingten Risiken.

e) Wir sind spezialisiert auf die lokale axilläre Injektion von Botulinumtoxin A
     (siehe Faltentherapie)
 

Besonderheiten:
Nach vorheriger Austestung der Hauptschwitzareale erfolgt eine oberflächliche Injektion von Botulinumtoxin A in etliche Punkte in jede Achselhöhle, die als leichtes Brennen der Substanz wahrgenommen werden. Der Wirkstoff blockiert nach einigen Tagen (3-5) die Übertragung der sympathischen Nervenimpulse an die Schweißdrüsen, die daraufhin ihre Produktion einstellen.

Je nach Ausprägung des Schwitzens kann mit einer Wirkung bis zu ca. 12 Monaten gerechnet werden. Die Antikörperproduktion eines Menschen gegen den Wirkstoff, die zur Unwirksamkeit von Botulinumtoxin A führen würde, ist ein seltenes Ereignis.
 

Veröffentlichungen von Dr. med. Uwe Wlotzke zum Thema Lasermedizin/ästhetische Verfahren.